Gestern habe ich mir in einem Haarsalon
in einer Garage Rastas flechten lassen. Dafür wurden kleine Strähnen
meines Haares mit Kunsthaar verflochten. Ich hatten einen „Termin“
für Freitags nach dem Kidsclub ausgemacht.. Da wir vorher noch
einkaufen mussten, verlor ich bei der afrikanischen Langsamkeit des
Kassierers fast die Geduld, da ich eh schon etwas spät dran. Eine Viertelstunde zu spät erschien ich in der Garage die
glücklicherweise nur eine Minute von unserer Wohnung entfernt liegt.
Dort traf ich auch eine Kindergartenlehrerin an, die sich dort die
Nägel hatte machen lassen. Die „Frisörin“ hatte schon die
Kunsthaare, die meiner natürlichen Haarfarbe am ähnlichsten sind,
gekauft und so konnte es losgehen. Nicht nur die Frisörin flocht
meine Haare, sondern auch die, die eigentlich die Nägel macht und
auch die Kindergartenlehrerin und eine weitere Frau halfen mit.
Zuerst allerdings sollte mir die Frsörin noch ein bisschen die Haare
schneiden, da diese an den Spitzen durch die Sonne und die trockene
Luft schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen waren. Gut, dass ich
jetzt erst einmal die Rastas drin habe und meine normalen Haare nicht
sehe, denn die Frisörin nahm alle Haare kurzerhand nach hinten und
schnitt ein paar Zentimeter ab, allerdings schnurgerade. Sobald ich
in Deutschland bin, muss ich dann wohl erst mal wieder zum Frisör
wenn die Rastas auf sind, um meine Haare schneiden zu lassen. Und
dann ging es auch schon los. Am meisten ziepte es, wenn das Kunsthaar
oben am Ansatz verknotet wurde und an den Stellen in der Nähe der
Schläfen und der Stirn. Außerdem verfilzten sich meine Haare ein
paar mal mit dem Kunsthaar, das relativ steif ist und da einfach so
lange an dem Knoten gezogen wurde bis er aufging, war das auch nicht
gerade schmerzlos für mich. Aber man konnte es von den Schmerzen
ganz gut aushalten. Die Frisörin hatte teilweise auch mehr Probleme
meine Haare wegzustecken, da sie nur Toupierkämme hatte. In dem
afrikanischen Haar bleiben diese Stecken, nicht allerdings in meinem
Haar. Also fielen die Kämme immer wieder zu Boden und die
Frisörinnen mussten sie immer wieder neu in meine Haare stecken, um
diese wegzustecken. Dabei hatten sie jedoch sehr viel Geduld und nach
einer Rekordzeit von nur 2 Stunden (normalerweise braucht man dafür
fast 10 Stunden) hatte ich meine Rastas. Die „Frisörinnen“
unterhielten sich während der ganzen Zeit auf Oshivambo und
erzählten sich wohl irgendwelche Geschichten, da sie einmal zu mir
meinten, dass eine von ihnen wohl eine gute Geschichte erzählt hat,
es aber schwierig sei, diese auf Englisch zu übersetzen. Also saß
ich da, versuchte nicht an das Ziepen zu denken und lauschte dem
lautstarken Oshivambo, von dem ich kein Wort verstand. Es war schon
interessant zu sehen wie sie miteinander redeten, trotzdem war ich
froh als ich endlich meine Haare hatte, denn ich war schon ziemlich
müde. Nachdem ich bezahlt hatte ( übrigens nur einen Bruchteil von
dem, was man in Deutschland dafür bezahlen würde), ging ich nach
Hause, todmüde aber froh, endlich meine fertigen Haare zu haben. Das
Schlafen gestaltete sich weniger schwierig als gedacht, denn nach
einer kurzen Zeit gewöhnt man sich daran, dass man teilweise auf den
Ansätzen schläft was am Anfang zwar etwas unangenehm ist, aber nach
einer kurzen Zeit verschwindet des Ziepen dann auch schon. Etwas
schwieriger war allerdings Sachen an und auszuziehen, da meine Haare
durch das Kunsthaar viel dicker als normalerweise ist und gerade
Klamotten mit einer geringen Kopföffnung doch etwas schwieriger zum
An- und ausziehen sind, aber ich denke man gewöhnt sich mit der Zeit
auch daran.
Sonntag, 20. Juli 2014
Sonntag, 6. Juli 2014
Hotdog und Soupday im Kindergarten, Abschiedspartys und Sportsday von SOS
Letztes und dieses Wochenende war sehr viel los, aber auch unter der Woche, Letzte und diese war der Lehrer im FSP krank weshalb wir neben unserem sonstigen Programm auch noch die Homeworkclasses im FSP übernahmen und letzte Woche zudem die Kinder vom FSP auch noch mehr oder weniger gut beim Netballtraining für den Sportsday unterstützen. Mehr oder weniger deshalb, weil keiner von uns die Netballregeln richtig kannte und die Kinder sie auch nur grob wussten.Also übten wir mit ihnen rennen und Ballabgabe und Annahme so gut es ging, und ließen sie beim eigentlichen Netballspielen selber auf die Regeleinhaltung achten. Dies funktionierte auch nicht schlecht. Letzte Woche Freitag war dann Hotdogday im Kindergarten der als Fundraising diente. Die Kinder die einen Hotdog wollten, hatten schon eine Woche vorher das Geld dafür bezahlt. Natürlich bezahlten auch Larissa und ich einen Hotdog. Wer will schon den Kindern beim Essen zusehen, wenn man selber keinen Hotdog hat? Doch zuvor räumten wir erst einmal morgens zwei Klassen aus, da für den Sporttag auch SOS Windhoek nach Tsumeb kommen würde. Die Kinder halfen uns dabei eifirg mit, sodass innerhalb von 2 Stunden zwei Klassen völlig leergeräumt und geputzt waren. Dann fingen wir an mit dem Herstellen der Hotdogs. Dafür wurden Brötchen mit Butter bestrichen, Zwiebeln und Bratwürste angebraten und Ketchup und Mayonnaise vermischt. Am Ende hatten Larissa und ich ziemlich großen Hunger und konnten aber durch das viele Brötchen schmieren erst mal keine Brötchen mehr sehen. Auch das Verteilen der Hotdogs an die Kinder verlief eher ungeordnet, da alles sehr hektisch wurde als die Taxifahrer kamen um die Kinder abzuholen, die meisten Hotdogs aber noch nicht fertig waren. Als wir endlich alle Hotdogs verteilt hatten, konnten auch Larissa und ich unsere Hotdogs genießen. Natürlich half die Direktorin des Kindergartens am wenigsten bei der Hotdogzubereitung mit, war aber dann am Ende diejenige die am Ende die ganze Zeit sagte, wie froh sie doch wäre, dass wir das alles geschafft hätten und nun fertig seien, es wäre ja so viel Arbeit gewesen. Fast hätte ich wirklich noch gesagt, dass sie ja eigentlich die war, die am wenigsten geholfen hatte. Am Freitagabend war dann die Abschiedsparty von den beiden Lehramtsstudentinnen die für ein halbes Jahr hier gearbeitet hatten. Da wir allerdings am nächsten morgen früh bei dem Sportsday helfen sollten, gingen wir gegen 24 Uhr nach Hause. Der Sportsday am nächsten Tag sollte unter anderem auch als Fundraising dienen. Wir hatten zuvor den Müttern angeboten, ob wir etwa beim Essen machen helfen sollten oder wie im FSP mit den Kindern für eine Sportart trainieren sollten. Allerdings schienen sie keine Hilfe zu brauchten sondern meinten nur, wir könnten ihnen dann am Sporttag beim Verkauf der Sachen helfen. Die ganze Organisation des Sporttages war auch eher mittelmäßig.Der ursprüngliche Plan war, dass der Sporttag auf dem SOS Gelände stattfinden sollte. Dafür wurden sogar schon Flyer gedruckt. Ein paar Tage vor dem Sportsday bekamen wir allerdings mit, dass er nun doch in einem Stadion stattfinden sollte. Die einzigen zwei Plakate die darauf hinwiesen waren eins am Eingangstor von SOS und eins in der Innenstadt. Beide handgeschrieben, eher schwer zu erkennen und mit einiger Rechtschreibfehler. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wohl der Youth Leader diese Plakate gemacht hatte, was mit den ganzen Rechtschreibfehlern schon eher etwas peinlich war. Als wir abklären wollten um wie viel Uhr wir an dem Stadion sein sollten, wurde uns erst gesagt, die Mütter würden schon um 6 Uhr morgens da sein um alles vorzubereiten, damit es pünktlich um 8 Uhr beginnen kann. Da sie allerdings unser leicht geschocktes Gesicht aufgrund der frühen Uhrzeit sahen, meinten sie zu uns wir könnten auch erst um 7 Uhr kommen und da wir nicht genau wussten wo das Stadion ist, würden sie uns auf dem Weg dorthin einsammeln. Also standen Larissa und ich früh morgens auf und warteten eine geschlagene halbe Stunde darauf, das jemand kommen und uns abholen würde. Als wir beschlossen dass sie uns wohl vergessen hatten, liefen wir los zu Hauptstraße um mit einem Taxi dorthin zu fahren. Es stellte sich allerdings heraus, dass der Taxifahrer eigentlich aus Windhoek kam und erst seit einer Woche in Tsumeb war und selber keine Ahnung hatte, wo das Stadion war. Nach einer kurzen Irrfahrt, und dem Fragen einiger Leute kamen wir endlich am Stadion an nur um festzustellen, dass nur eine Mutter und ein paar Kinder von SOS da waren. Auf unser erstauntes Nachfragen hin wo denn die anderen seien, meinte die Mutter nur zu uns, dass diese noch das Essen vorbereiten würden und nie vorhatten, so früh schon am Stadion zu sein. Damit wir allerdings mit ganz untätig herumstanden, nahmen wir uns ein paar Besen und fegten mit ein paar anderen Kindern den Netballplatz. Als wir halbwegs fertig waren, waren immer noch keine Mütter in Sicht. Also setzten wir uns auf die Tribüne, unterhielten uns mit den Kindern, knuddelten die Babys und warteten. Nach ca. 2 Stunden und unzähligem Nachfragen ob sie denn unsere Hilfe benötigen, fingen die Spiele mit einer Stunde Verspätung um 9 Uhr an.
Da niemand unsere Hilfe brauchte, schauten wir den Kindern vom FSP beim Netballspiel zu, die sich auch riesig darüber freuten, dass wir da waren. Sie verloren zwar 4-3, was aber trotzdem nicht schlimm war, wenn man mal bedenkt, dass sie erst eine Woche vorher angefangen hatten zu trainieren und auch selber die Regeln nicht so gut kannten, während ihr gegnerisches Team schon etwas professioneller aussah. Als Belohnung für das gute Spiel bekam jedes Kind einen Hotdog von der Leiterin des FSP spendiert. Wir halfen am Stand die Hotdogs zu machen, allerdings benötigte auch danach niemand mehr unsere Hilfe, da nie viele Kinder gleichzeitig etwas kauften und es auch eher unorganisiert war, dass nur eine Person das Geld zum Wechseln hatte. Zudem gab es keine Liste was verkauft wurde und nirgendwo standen Preise dran. Also beschlossen wir uns auch etwas zu essen zu kaufen und das Fußballspiel anzuschauen.
Es spielte gerade SOS Tsumeb gegen eine Schule, allerdings war nur die Hälfte der Kinder an dem Spiel interessiert. Die anderen Kinder lieferten sich Tanzbattles, da die ganze Zeit lauft Musik gespielt wurde. So ist das halt in Afrika, sobald Musik gespielt wird fangen alle, egal welchen Alters, an zu tanzen, und tanzen können die wirklich gut. Um die Mittagszeit gingen wir noch einmal zum Stand hin um zu schauen, ob sie denn unsere Hilfe brauchen. Allerdings standen 3 Leute hinter dem Stand und nicht sehr viele davor um etwas zu kaufen, sodass sie unsere Hilfe nicht benötigten. Gegen 2 Uhr beschlossen wir dann, nach Hause zu gehen.Netterweise brachten uns 2 Kinder vom FSP noch bis zum Shoprite, da kein einziges Taxi vor dem Stadion war und wir uns sonst wohl in der Location ziemlich verlaufen hätten. Die beiden fanden es schon ziemlich komisch aber teilweise auch lustig das wir natürlich als Weiße ganz schön angestarrt werden, wenn wir durch ein Viertel laufen, in dem sonst nur Schwarze wohnen. Mehrmals sagten sie auch, „Guckt mal wie wir angestarrt werden.“. Beim Abschied von den Müttern sagte eine noch „Thank you for your help, you made our day.“ Ob sie das jetzt ironisch oder ernst gemeint hatte, weiß ich nicht genau, allerdings wäre es schon dreist gewesen so etwas zu sagen wenn sie es ironisch meint, da wir so oft nachgefragt hatten, ob sie unsere Hilfe benötigen, dass ich fast schon das Gefühl hatte, wir gehen ihnen damit auf die Nerven. So gern ich die Mütter auch habe im SOS Dorf, wenn es allerdings darum geht Hilfe anzunehmen oder zu sagen, dass sie Hilfe brauchen, da haben sie doch schon eine sehr komische Art.Außerdem sah es zu keinem Zeitpunkt aus, als wären sie überfordert oder würden Hilfe benötigen. Ganz im Gegenteil, sie saßen eher die meiste Zeit entspannt im Schatten hinter dem Stand. Als wir endlich zu Hause waren, bereiteten wir noch einen Nachtisch für den Braai abends vor.Am Abend trafen wir uns dann mit ein paar Freunden, grillten und ließen den Tag ausklingen. Am nächsten morgen war allerdings auch nichts mit ausschlafen, da Henk uns zum grillen auf die Farm seiner Eltern eingeladen hatte.Morgens ging es dann los und wir verbrachten einen schönen Tag auf der Farm mit grillen und ein bisschen herumfahren um Tiere zu sehen. Dieses Wochenende war schon ziemlich anstrengend und ich war froh, dass das Wochenende danach, etwas entspannter war. Am darauffolgenden Freitag war Soupday im Kindergarten. Das Thema der Woche war „Food“ und jedes Kind bekam am Donnerstag einen Zettel mit auf dem draufstand, was es am Freitag für die Suppe mitbringen sollte. Als wir beim ausfüllen der Zettel halfen stellte sich deutlich heraus welche Kinder Geld hatten und welche nicht. Die Kinder nämlich deren Eltern Geld hatten oder auch nur in der Nähe vom PicknPay oder einer Fleischerei arbeiteten, sollten 1 kg Hackfleisch oder 1 kg Suppenknochen mitbringen. Alle anderen die weniger Geld hatten, sollten dagegen nur 3 Tomaten oder 3 Kartoffeln oder gemischtes Gemüse mitbringen.Entgegen aller Erwartungen brachten relativ viele Kinder am nächsten Tag etwas mit. Da die Kinder den Zettel allerdings nur einen Tag vorher nach Hause brachten, und viele Eltern bis abends arbeiten, brachten einige Eltern und Taxifahrer die Sachen erst, als die Suppe schon lange am kochen war. Hätten die Kinder den Zettel schon am Mittwoch mitbekommen, wäre das vielleicht nicht passiert. Als Larissa und ich in den Kindergarten kamen, war die Suppe schon am kochen und sie benötigten noch nicht einmal unsere Hilfe. Das es diesmal besser organisiert war als der Hotdogday, an dem alles etwas knapp war, könnte an einer Lehrerin liegen, die letzte Woche auf einem Workshop war und erst diese Woche wiederkam. Wir halfen dann die Suppe auszuteilen. Jedes Kind bekam einen Becher voll mit Suppe und wer wollte, konnte sogar noch einen zweiten bekommen.
Auch Larissa und ich bekamen einen Becher. Die Suppe war schon ziemlich lecker auch wenn einige Kinder das nicht so fanden. Als alle fast fertig waren mit essen, kam ein Zug von Kindern und Lehrern der Etosha Secondary School am Kindergarten vorbei. Die Schule feierte ihr 50jähriges Jubiläum und lief deshalb durch die ganze Stadt. Als die Direktorin des Kindergartens den Zug sah, wurde sie plötzlich ganze hektisch und rief „Sie kommen, sie kommen“ und rannte plötzlich mit allen Kindern zum Tor. Allerdings waren einige Kinder schneller als sie und liefen aus dem Tor heraus, doch auch relativ schnell wieder zurück, da sie sonst womöglich von den älteren Schülern übersehen worden wären. Auch eine andere Lehrerin war plötzlic so von der Freude gepackt, dass auch sie anfing zu rennen und das Kindergartenkind neben mir nur erstaunt meinte „Guck mal, der Teacher rennt.“. Es war schon ein ziemlich lustiges Bild die Lehrer zum Tor rennen zu sehen, als würde dort gleich der Präsident vorbeilaufen. Aber ich denke mal da sonst eher selten etwas in Tsumeb passiert, ist so ein Schulumzug doch schon ein etwas größeres Highlight.
Als der Kindergarten dann zu Ende war, liefen Larissa, eine der Lehramtsstudentinnen die einmal sehen wollte wie der Kidsclub so ist den wir machen, und ich zum FSP für den Kidsclub. Nach dem Kidsclub gingen wir noch mit unsere Katze zum Impfen, und danach mussten wir uns etwas beeilen, da wir uns noch umziehen mussten und rechtzeitig zum Spielanpfiff Deutschland-Frankreich im Hotel sein wollten.
Wir schafften es auch rechtzeitig und nach dem Spiel aßen wir dort noch mit ein paar Leuten zu essen, da es gleichzeitig auch die Abschiedsparty eines Freundes war, der für 3 Monate in einer Zementfabrik gearbeitet hatte.Am Ende fuhren wir noch in den Flying Club. Dieser war ausnahmsweise ziemlich voll, da das Tsumeb Gimnasium eine Art Klassentreffen dort hatte. Trotzdem war die Stimmung auf der Tanzfläche eher schlecht, und so stürmten wir paar dann einfach jedes mal auf die Tanzfläche wenn mal kein Afrikaanssong gespielt wurde, was wohl auch etwas zur Erheiterung des Clubs beitrug, aber uns interessierte das nicht sonderlich, denn wir hatten unseren Spaß. Das ist einfach in der Location viel besser. Da tanzt jeder und allgemein ist neben der besseren Musik auch die Stimmung dort wesentlich besser. Am Ende war ich froh als ich in meinem Bett lag und am nächsten Tag ausschlafen konnte.
Sonntag, 22. Juni 2014
Train ride, schoolshow und das WM Spiel Deutschland gegen Ghana
Am Freitag war ein besonderer Tag im
Kindergarten. Die Kindergartenlehrerinnen hatten einen einen „Train
ride“ organisiert, da das Thema der Woche „Transport“ war. Also
eigentlich war es kein richtiger Zug sondern nur ein Traktor der
mehrere kleine Waggons hinter sich herzog in denen die Kinder
saßen.Früher konnten die Lehrerinnen wohl einen richtigen Train
ride organisieren mit einem echten Zug aber dieses Jahr war dies
nicht möglich. Aber auf jeden Fall schon mal schön, dass sie
überhaupt etwas organisieren konnten. Als wir also in den
Kindergarten kamen spielten alle Kinder draußen, da der Traktor um 9
Uhr kommen sollte. Wenn alle Kinder draußen spielen und wir zum
Kindergarten kommen, fühlen wir uns schon manchmal wie Superstars,
denn sobald die Kinder uns von weitem sehen, hören sie auf zu
spielen und rufen „Teacher, Teacher“ und rennen auf uns zu wie
eine kleine Horde Fans und wollen uns alle umarmen und begrüßen.
Nicht selten fängt dann relativ schnell ein Kind an zu weinen, weil
es von den größeren weggeschubst wurde. Ja das Leben als Superstar
ist schon nicht einfach wenn man gleichzeitig versucht ein weinendes
Kind zu trösten und sich auf den Beinen zu halten weil 10 Kinder
gleichzeitig versuchen einen zu umarmen. Als dann nun endlich der
Traktor kam waren alle Kinder schon ganz aufgeregt. Die Kinder wurden
in zwei Gruppen aufgeteilt, erst die Jüngeren, dann die Älteren.
Teilweise fingen die Kleinen allerdings bei dem Anblick der Wagen an
zu weinen, weil sie so etwas vorher noch nie gesehen hatten. Sie
fahren zwar alle ohne Angst hinten auf der Ladefläche eines Pickups
mit, fangen dann aber an zu weinen bei dem Anblick eines Traktors mit
Wagen hinten dran. Also fuhren nur die Kinder mit, die sich auch
trauten. Bei der zweiten Runde durften dann auch Larissa und ich
mitfahren. Alle Kinder hatten sehr viel Spaß durch die Nachbarschaft
zu fahren in den kleinen Waggons. Am Nachmittag war dann Kids club.
Die Sekretärin hatte uns angerufen und uns gebeten mit den Kindern
für den Sportsday nächste Woche zu trainieren. Das Problem an der
Sache war eher, dass sie an diesem Freitag Netball üben sollte.
Netball ist in etwa ähnlich wie Basketball, allerdings hatte weder
die Sekretärin, noch die Leiterin des FSP Ahnung von den Regeln
dieses Spiels und ich am aller wenigsten. Erschwerend kam noch hinzu,
dass es keine Körbe gab. Glücklicherweise hatten die Kinder ein
wenig Ahnung von diesem Spiel, aber es kam immer wieder zu Konflikten
zwischen ihnen, die ich noch nicht einmal lösen konnte, weil alle
wie wild in Damara aufeinander einredeten. Also saß ich eher am
„Spielrand“ und beobachtete das ganze und passte auf die Sachen
der Kinder auf. Nächste Woche sollen wir dann jeden Tag mit den
Kindern trainieren, davor werde ich mir aber zumindest einmal die
Regeln ausdrucken. Am Abend veranstaltete dann eine der Schulen eine
Show mit Tanzakts, Dramen und natürlich einer Modelshow.
Ungewöhnlicherweise startete die Show Punkt 7, ging dafür aber
endlos lang. Um 23.30 gingen wir nach Hause und die Show war immer
noch nicht zu Ende.Die Schüler dort waren allerdings extrem laut
und feuerten die Tanzgruppen jedesmal so an, das man das Gefühl
hatte man könnte auch auf einem Justin Biber Konzert sein.
Am nächsten Tag war Abends das WM
Spiel Deutschland gegen Ghana. Erst wollten wir das Spiel in einem
Golfclub anschauen, dort waren die wenigsten allerdings an diesem
Spiel interessiert und es war schwer sich auf das Spiel zu
konzentrieren während laute Africaans Musik aus den Lautsprechern
dröhnte. Also wechselten wir nach 20 min in das Hotel ganz in der
Nähe, in dem wir schon zuvor das erste Spiel angeschaut hatten. Nach
diesem anstrengenden und langen Wochenende war ich froh, dass ich am
Sonntag nichts zu tun hatte und ein bisschen entspannen konnte.
Mittwoch, 18. Juni 2014
Ein langes Wochenende
Dieses Wochenende war wieder einmal ein
langes Wochenende, so wie viele in letzter Zeit. Allerdings wussten
wir dies erst zu spät, daher hatten wir keine Reisepläne
gemacht.Also blieben wir zu Hause. Freitags hatten alle Lehrer eine
Konferenz, weshalb die Kinder nicht in die Schule mussten, daher
kamen auch keine Kinder in den Kindergarten, da dann die älteren
Geschwister auf die Jüngeren aufpassen. Also meinte die Direktorin
des Kindergarten zu uns, dass wir auch nicht zu kommen brauchen, da
ja eh keine Kinder da wären. Tja, zu früh gefreut, denn morgens um
7 Uhr bekam Larissa einen Anruf von einer der
Kindergartenlehrerinnen, wir sollten doch bitte um 8 Uhr im
Kindergarten sein, da die Direktorin ein Meeting mit uns und den
Kindergartenlehrerinnen wollte. Da wir eine halbe Stunde ins
Kinderdorf brauchten, zogen wir uns schnell an, aßen etwas und
liefen los ins Kinderdorf. Auf dem Weg begegneten wir noch der
Sekretärin des Kinderdorfes die allerdings von einem Meeting nichts
wusste. Als wir in den Kindergarten kamen, warteten schon die
Lehrerinnen in der Küche und meinten wir würden nur noch auf die
Direktorin warten. Da allerdings kam plötzlich die Sekretärin des
Kinderdorfes und wollte die Lehrerinnen zu einem anderen Meeting
holen das die Direktorin einberufen hatte. Wir hatten uns also völlig
umsonst abgehetzt und mussten nun eine geschlagene Dreiviertelstunde
warten bis das Meeting zu Ende war. Danach kam endlich unser Meeting
an die Reihe. Es ist schon erstaunlich wie viel mehr die neue
Direktorin in der kurzen Zeit verändert hat in der sie da ist und
wie viel Respekt die anderen ihr gegenüber zeigen. Nicht das sie den
alten Direktor nicht respektiert hätten, aber in gewissem Maße
schon etwas weniger als die neue Direktorin. In unserem Meeting ging
es darum, dass zwei Lehrerinnen für ca. 2 und 3 Wochen auf einer
Fortbildung sind und einer von uns eine der Klassen in dieser Zeit
übernehmen muss. Als alles geklärt war konnten wir endlich um 11
Uhr nach Hause gehen. Da hatte ich mich leider zu früh aufs
ausschlafen gefreut. Am Samstag besuchten wir ein Konzert des APC. In
dem Arts und Performance Center können Kinder verschiedene
Instrumente oder auch tanzen lernen. Der Jahresbeitrag ist extrem
niedrig und Kinder die sich diesen nicht leisten können, können
kostenlos am Unterricht teilnehmen. Beim Konzert traten viele Kinder
verschiedenen Alters auf und zeigten, was sie bereits gelernt hatten.
Es gab sogar ein kleines Orchester mit den Jüngeren und ein großes
Orchester mit den Älteren. Allerdings hatten sie am Anfang einige
technische Probleme, weshalb sich das ganze Konzert um eine halbe
Stunde nach hinten verzog. Hätte mich ja auch gewundert wenn hier
etwas mal pünktlich angefangen hätte, aber da wir dies ja schon
gewöhnt sind von den Namibianern, störte es uns auch nicht weiter.
Insgesamt war es ein sehr schönes Konzert und man hat gesehen wie
viel Spaß es den Kindern bereitet zu musizieren und zu tanzen. Auch
am Montag hatten wir frei, da African Children's Day war. Abends
haben wir uns dann mit ein paar Freunden in der Bar eines Hotels
getroffen um das Spiel Deutschland gegen Portugal anzuschauen. Es
waren eher wenig Leute da und daher war die Stimmung nicht ganz so
ausgelassen wie man sie von solchen Spielen normalerweise in
deutschen Bars kennt und ja was soll ich sagen, ein bisschen vermisse
ich das Public Viewing in Deutschland ja schon.
Sonntag, 18. Mai 2014
Ombili Stiftung und Mokuti Lodge
An diesem Wochenende beschlossen wir die Ombili Stiftung zu besuchen. Diese ist eine Farm die den San –
Leuten zur Verfügung gestellt wurde, damit diese dort leben und ihre
Traditionen erhalten können, da sie sonst keinen Platz in Namibia
zum Leben haben. Die Farm besteht aus einem Kindergarten, einer
Primary School, einem Garten, drei Dörfern und mehreren Werkstätten.
Den San wird dort gezeigt, wie sie ihre eigenen Sachen reparieren
können und ihnen wird ein Platz gegeben wo sie selber Sachen anbauen
können.Außerdem haben sie dort einen eigenen Schulchor und auch
eine Comunity Hall wo Gottesdienste abgehalten werden und einmal die
Woche Filmabende veranstaltet werden. Nachdem wir am Morgen versucht
hatten dort anzurufen und keiner dran gegangen war, sind wir auf gut
Glück losgefahren. Als wir dort ankamen, war die Rezeption
geschlossen, allerdings kam nach einem warten eine Freiwillige aus
Deutschland auf uns zu, die dort für ein Jahr arbeitet und machte
eine Führung mit uns. Übrigens finde ich das sehr bewundernswert
von ihr, ein Jahr dort zu arbeiten, denn obwohl Tsumeb ja schon nicht
so groß ist, ist sie dort wirklich abgeschnitten von jeglicher
anderer Zivilisation, denn bis zur Hauptstraße sind es 23 km
Schotterstraße. Sie führte uns ein bisschen herum und erklärte
einiges dazu. Danach tranken wir mit ihr und noch einer weiteren
Freiwilligen die dort an der Schule für drei Monate arbeitet Kaffee
und schauten uns den Souvenirshop an.
Nachdem wir uns etwas über ihre und unsere Arbeit als Freiwillige ausgetauscht hatten, bekamen wir Hunger und fuhren Richtung Etosha um dort auf einer Lodge etwas zu Mittag zu essen. Da wir auf der ersten Lodge niemanden antrafen, fuhren wir zu Mokuti Lodge direkt vor dem Tor des Etosha Parks. Diese ist eine fünf Sterne Lodge und riesig. Nachdem wir etwas gegessen hatten, gingen wir noch in den Reptilpark der Lodge. Dort gab es lauter Schlangen die alle in Namibia leben, teilweise auch extrem gefährliche. Außerdem gab es dort auch Schildkröten und ein Krokodil. Der Park war aufgebaut wie ein Zoo, die Schlangen befanden sich alle in verschiedenen Glaskästen. Man merkte, dass Namibianer das Prinzip Zoo nicht so verstehen, denn der Namibianer mit dem wir da waren, lief im Eiltempo an den Kästen vorbei und blieb immer nur kurz stehen und da man die Schlangen nicht auf den ersten Blick sah, ging er sofort weiter. Es ist schon erschreckend wenn man sieht wie viele äußerst gefährliche Schlangen in Namibia leben. Mir war zwar klar, dass es hier viele gefährliche Tiere aber teilweise standen auf den Erklärungsschildern zu den Schlangen auch, dass sie menschliche Lebensräume, also Städte, als Lebensraum bevorzugen. Trotzdem war es interessant mal die gefährlichen Schlangen zu sehen von denen man vorher nur gehört hatte. Nachdem wir uns eine gute Stunde lang die verschiedenen Schlangen angeschaut hatten, fuhren wir wieder zurück nach Tsumeb, denn wir waren alle müde weil es ein doch relativ langer Tag war.
Kapstadt
Nach unserem Campingurlaub am Fish
River Canyon ging es am nächsten Abend für Larissa und mich weiter
nach Kapstadt. Nachdem wir uns mit reichlich Proviant versorgt hatten
(ich habe natürlich zu viel gekauft, weil ich Angst hatte bei den 19
Stunden Autofahrt zu verhungern), ging es pünktlich los zur Shuttle
Station.Wie das immer so ist in Namibia, fuhr der Shuttle natürlich
nicht um 17 Uhr los, sondern erst um 20 nach 8. Wäre ja auch komisch
gewesen, wenn der Bus pünktlich losgefahren wäre. Gegen drei Uhr in
der Nacht sind wir dann endlich an die Grenze zu Südafrika
angekommen. Allerdings verbrachten wir dort ganze drei Stunden weil
sich unser Fahrer anscheinend mit den Polizisten dort angelegt hatte,
vermutlich fehlten ihm einige Papiere. Während wir warteten, machten
die südafrikanischen Polizisten ständig Witze über die Namibianer
und als wir endlich im Bus saßen, kam ein Polizist um alle zu
zählen. Eigentlich sollten mit Fahrer 22 Leute in dem Bus sein, der
Polizist zählte aber 23. Nachdem der Fahrer schon nervös würde,
stellte sich heraus, dass der Polizist einen Scherz gemacht hatte,
und sich selber mit gezählt hatte. Gegen 5 Uhr ging es dann endlich
weiter. Nachdem wir dann endlich in Kapstadt angekommen waren,
wollten wir nur noch so schnell wie möglich in unser Hostel, was
schwieriger war als gedacht, weil der Taxifahrer die Straße nicht
kannte. Nach einigem hin- und herfahren und fragen eines Polizisten,
fanden wir dann doch endlich unser Hostel. Wir duschten dann und
gingen mit zwei Freunden mit denen wir die Zeit in Kapstadt
verbringen wollten, noch etwas einkaufen. Am Abend wollten wir
eigentlich nur in einer Bar etwas trinken, und dann ins Bett. Dann
lernten wir jedoch noch drei Südafrikaner kennen und landeten am
Ende auf der Longstreet, Kapstadts Partymeile. Der Abend wurde lang
und wir kamen erst gegen 5 Uhr morgens in unser Bett. Am nächsten
Tag stand eine Stadtführung auf dem Programm (mit Kater überhaupt
nicht lustig).
Nach der Stadtführung ging es dann erst noch einmal ins Bett. Am Abend wollten wir zur Waterfront laufen, um dort etwas zu essen. Nach einem Umweg von 1 ½ Stunden kamen wir dann wirklich am Ende auch dort an, und fanden ein schönes Restaurant mit Blick auf die Bucht. Danach tranken wir noch etwas in einem Pub an der Waterfront und fuhren zurück zum Hostel. Am nächsten Tag hatten wir uns ein Auto gemietet, um zum Kap der guten Hoffnung zu fahren. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter und hielten noch an einem Strand an, an dem viele Pinguine lebten, kurz hinter Simonstown.
Wir wanderten ein bisschen am Kap entlang, machten viele Fotos und fuhren wieder zurück. Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem kleinen Café in eines der Fischerstädtchen an, und aßen mit Blick aufs Meer Crêpes. Eigentlich wollten wir uns danach noch auf dem Signal Hill den Sonnenuntergang anschauen, allerdings war es plötzlich so nebelig, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sah. Stattdessen sind wir noch ein bisschen in der Stadt herumgefahren und haben uns as Stadion angeschaut. Am Abend sind wir dann noch in einen Club auf der Longstreet gegangen denn am nächsten Tag wollten wir alle erst einmal ausschlafen. Nachdem dann alle wach waren, sind wir zur größten Mall Africas dem Canal Walk gefahren.Das Taxi dahin kostete insgesamt 150 Rand. Die Mall hat insgesamt 400 Geschäfte und auf dem Food Court, einem Teil der Mall wo es nur essen gibt, fühlt man sich wie in Las Vegas weil überall bunte Lichter der verschiedenen Fast Food Restaurants blinken. Der Rückweg gestaltete sich etwas schwieriger, weil dort keinerlei Taxis waren. Schließlich fanden wir einen Securitymann der uns ein Taxi rufte. Anscheinend hatten die beiden ein Abkommen, denn der Taxifahrer gab dem Securitymann Geld. Dieses Taxi hatte allerdings ein Taxameter, weshalb die Fahrt ganz schön teuer wurde. Denn auch wenn das Taxi stand, lief der Taxameter einfach weiter, nicht viel aber immerhin ein bisschen. Am Ende kostete uns die Fahrt, während der wir die ganze Zeit zu vermeiden suchten das Taxameter anzustarren, 450 Rand. Als wir zurückkamen, hatten wir einen weiteren Gast auf unserem Zimmer, überraschenderweise aus der gleichen Stadt wie wir. Am Abend sind wir dann bei Arnolds, einem Restaurant in der Nähe unserer Hostels essen gegangen. Die Warzenschweinrips waren wirklich lecker, aber die Messer die man bekam um das Fleisch zu schneiden, glichen eher riesigen Jagdmessern. Danach spielten wir noch ein bisschen Pool in der Bar des Hostels und gingen ins Bett. Am nächsten Tag machten wir eine Stadiontour die unerwarteterweise wirklich interessant war und liefen ein bisschen auf dem Markt herum. Dort scheinen sie allerdings so gut ihre Sachen verkaufen zu können, dass sie nicht einmal handeln wollten.

Außerdem schauten wir uns die bunten Häuser der ehemaligem Sklaven an. Außerdem aßen wir etwas in Charlys Bakery. Diese Bäckerei macht einen super leckeren Schokoladenkuchen, den angeblich niemand komplett aufessen kann. Am Abend kamen noch zwei Freiwillige aus Stellenbosch die das Wochenende mit uns zusammen verbrachten. Nach einer langen Nacht auf der Longstreet, war eine Robbenisland Tour geplant.Das Wetter war allerdings nicht so gut, weshalb die Wellen extrem hoch waren und das ganze Boot schaukelte. Anscheinend sahen wir alle nach unserer langen Nacht so schlecht aus, das der Mitarbeiter mit den Kotztüten erst einmal zu uns kam. Nachdem wir die fast einstündige Bootsfahrt mehr oder weniger gut überstanden hatten, ging es auf der Insel weiter mit einer halbstündigen Busfahrt über die Insel und einem Besuch des Gefängnisses und Mandelas Zelle. Die Informationen die der Führer uns erzählte, der selber einmal Häftling dort war, waren zwar ganz interessant, insgesamt war die Tour aber nicht so spannend oder zumindest hatten wir etwas mehr erwartet. Nach einer dreiviertel stunde Bootstour zurück, die nicht besser war als die Tour hin, war ich froh als wir endlich im Hostel ankamen und etwas schlafen konnte. Danach gingen wir essen und zum Abschluss natürlich noch einmal auf die Longstreet. Nach einer viel zu kurzen Nacht, mussten Larissa und ich am nächsten Tag schon wieder nach Namibia reisen, da die Ferien sich dem Ende neigten und wir danach wieder anfangen mussten zu arbeiten. Die Rückfahrt verlief dann, natürlich auch wieder mit einer Stunde Verspätung, ohne weitere Probleme und auch der Grenze mussten wir „nur“ eine Stunde warten. Als wir am Montag Abend endlich in Tsumeb angekommen waren, wollte ich nur noch so schnell wie möglich ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir schon wieder früh aufstehen um in den Kindergarten zu gehen.
Nach der Stadtführung ging es dann erst noch einmal ins Bett. Am Abend wollten wir zur Waterfront laufen, um dort etwas zu essen. Nach einem Umweg von 1 ½ Stunden kamen wir dann wirklich am Ende auch dort an, und fanden ein schönes Restaurant mit Blick auf die Bucht. Danach tranken wir noch etwas in einem Pub an der Waterfront und fuhren zurück zum Hostel. Am nächsten Tag hatten wir uns ein Auto gemietet, um zum Kap der guten Hoffnung zu fahren. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter und hielten noch an einem Strand an, an dem viele Pinguine lebten, kurz hinter Simonstown.
Wir wanderten ein bisschen am Kap entlang, machten viele Fotos und fuhren wieder zurück. Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem kleinen Café in eines der Fischerstädtchen an, und aßen mit Blick aufs Meer Crêpes. Eigentlich wollten wir uns danach noch auf dem Signal Hill den Sonnenuntergang anschauen, allerdings war es plötzlich so nebelig, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sah. Stattdessen sind wir noch ein bisschen in der Stadt herumgefahren und haben uns as Stadion angeschaut. Am Abend sind wir dann noch in einen Club auf der Longstreet gegangen denn am nächsten Tag wollten wir alle erst einmal ausschlafen. Nachdem dann alle wach waren, sind wir zur größten Mall Africas dem Canal Walk gefahren.Das Taxi dahin kostete insgesamt 150 Rand. Die Mall hat insgesamt 400 Geschäfte und auf dem Food Court, einem Teil der Mall wo es nur essen gibt, fühlt man sich wie in Las Vegas weil überall bunte Lichter der verschiedenen Fast Food Restaurants blinken. Der Rückweg gestaltete sich etwas schwieriger, weil dort keinerlei Taxis waren. Schließlich fanden wir einen Securitymann der uns ein Taxi rufte. Anscheinend hatten die beiden ein Abkommen, denn der Taxifahrer gab dem Securitymann Geld. Dieses Taxi hatte allerdings ein Taxameter, weshalb die Fahrt ganz schön teuer wurde. Denn auch wenn das Taxi stand, lief der Taxameter einfach weiter, nicht viel aber immerhin ein bisschen. Am Ende kostete uns die Fahrt, während der wir die ganze Zeit zu vermeiden suchten das Taxameter anzustarren, 450 Rand. Als wir zurückkamen, hatten wir einen weiteren Gast auf unserem Zimmer, überraschenderweise aus der gleichen Stadt wie wir. Am Abend sind wir dann bei Arnolds, einem Restaurant in der Nähe unserer Hostels essen gegangen. Die Warzenschweinrips waren wirklich lecker, aber die Messer die man bekam um das Fleisch zu schneiden, glichen eher riesigen Jagdmessern. Danach spielten wir noch ein bisschen Pool in der Bar des Hostels und gingen ins Bett. Am nächsten Tag machten wir eine Stadiontour die unerwarteterweise wirklich interessant war und liefen ein bisschen auf dem Markt herum. Dort scheinen sie allerdings so gut ihre Sachen verkaufen zu können, dass sie nicht einmal handeln wollten.
Außerdem schauten wir uns die bunten Häuser der ehemaligem Sklaven an. Außerdem aßen wir etwas in Charlys Bakery. Diese Bäckerei macht einen super leckeren Schokoladenkuchen, den angeblich niemand komplett aufessen kann. Am Abend kamen noch zwei Freiwillige aus Stellenbosch die das Wochenende mit uns zusammen verbrachten. Nach einer langen Nacht auf der Longstreet, war eine Robbenisland Tour geplant.Das Wetter war allerdings nicht so gut, weshalb die Wellen extrem hoch waren und das ganze Boot schaukelte. Anscheinend sahen wir alle nach unserer langen Nacht so schlecht aus, das der Mitarbeiter mit den Kotztüten erst einmal zu uns kam. Nachdem wir die fast einstündige Bootsfahrt mehr oder weniger gut überstanden hatten, ging es auf der Insel weiter mit einer halbstündigen Busfahrt über die Insel und einem Besuch des Gefängnisses und Mandelas Zelle. Die Informationen die der Führer uns erzählte, der selber einmal Häftling dort war, waren zwar ganz interessant, insgesamt war die Tour aber nicht so spannend oder zumindest hatten wir etwas mehr erwartet. Nach einer dreiviertel stunde Bootstour zurück, die nicht besser war als die Tour hin, war ich froh als wir endlich im Hostel ankamen und etwas schlafen konnte. Danach gingen wir essen und zum Abschluss natürlich noch einmal auf die Longstreet. Nach einer viel zu kurzen Nacht, mussten Larissa und ich am nächsten Tag schon wieder nach Namibia reisen, da die Ferien sich dem Ende neigten und wir danach wieder anfangen mussten zu arbeiten. Die Rückfahrt verlief dann, natürlich auch wieder mit einer Stunde Verspätung, ohne weitere Probleme und auch der Grenze mussten wir „nur“ eine Stunde warten. Als wir am Montag Abend endlich in Tsumeb angekommen waren, wollte ich nur noch so schnell wie möglich ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir schon wieder früh aufstehen um in den Kindergarten zu gehen.
Samstag, 17. Mai 2014
Fish River Canyon
In den letzten zwei Wochen der Ferien
gingen Larissa und ich auf Reisen. Wir haben jetzt übrigens auch
eine kleine Findelkatze. „Tiger“ wurde von den Kindern vom
Kinderdorf am Tor gefunden, als er etwa 1 ½ Wohchen war. Da die
Kinder kein Geld für Milch hatten und ihn auch nicht mit ins Haus
nehmen durften, haben wir uns kurzerhand entschlossen ihn
aufzunehmen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bezüglich des
Futters wurde er dann doch mit Hilfe von Katzenmilch schnell immer
größer. Wir hatten einige Schwierigkeiten ihn für die zwei Wochen
unter zu bringen, da er noch mit der Hand gefüttert wurde, aber
glücklicherweise vermittelte uns die Tierärztin eine nette Frau die
auf ihn aufpasste. Danach stand der ersten Reise zum Fish River
Canyon mit drei weiteren Freiwilligen aus Windhoek nichts mehr im
Wege, dachten wir. Denn das wäre nicht Namibia wenn es nicht schon
direkt am Anfang der Reise einige Probleme geben würde. Wir hatten
hier in Tsumeb ein Auto gemietet, bei dem einzigen Autoverleiher den
es hier gibt. Wir hatten extra eine etwas größere Klasse gemietet,
da sowohl 5 Leute mit Gepäck hineinmussten, als auch mit
Schlafsäcken und Zelten. Als wir ankamen stellten wir fest, es stand
kein Auto in der Größe da, die wir gemietet hatten, nur eine
kleinere Klasse. Auf unsere Fragen hin hieß es dann: „Wir haben
nur diese Klasse hier.“ Als wir erklärten, dass wir eine größere
Klasse gemietet und bezahlt hatten und diese bei fünf Personen auch
bräuchten, wurde die Dame hinter dem Schalter langsam zickig, rief
dann aber doch bei dem Autoverleiher in Windhoek an und meinte diese
würden ein Auto in unserer Klasse hereinbekommen, wir sollten nach
Windhoek fahren und sie würde uns anrufen wenn das Auto da wäre.
Übrigens hat sie uns nicht angerufen (hätte mich auch gewundert so
genervt wie sie von uns war), sondern ich habe dann selber beim
Autoverleiher angerufen als wir in Windhoek ankamen. Das nächste
Problem was sich erst mal nur mir stellte war, dass das Auto kein
Automatik Auto war und ich seit meinem Führerschein aber nicht mehr
mit Schaltwagen gefahren war. Mit ein bisschen Hilfe von Larissa ging
es dann doch aber erstaunlich gut, obwohl es erst mal ungewohnt war,
mit links zu schalten. Nachdem wir das Auto endlich hatten, fuhren
wir zu Wohnung zurück, um unser Zelt und Gepäck einzuladen und
hatten schon Probleme weil nur das Zelt in den Kofferraum gepasst
hat. Nachdem der Rest dann auf dem Rücksitz verstaut war, konnte es
eigentlich losgehen. Eigentlich auch nur weil plötzlich die
Sekretärin vom Kinderdorf anrief und wollte das wir vorbeikommen.
Obwohl wir schon nicht mehr ganz in unsrem Zeitplan waren, fuhren wir
dann noch zum Kinderdorf wo die Sekretärin uns bat, ihr doch bitte
einen Reisebericht vom Fish River Canyon zu geben, weil sie an einem
Wettbewerb teilnehmen möchte. Da wir ein bisschen unter Stress
standen, stimmten wir ihr zu um endlich losfahren zu können. Die
Fahrt nach Windhoek verlief mehr oder weniger oder Probleme, außer
das plötzlich ein Polizeiwagen auf unserer Spur auftauchte und wir
an den Rand fahren mussten, weil hinter ihm ein Schwertransporter
kam. Außerdem begegneten wir einem Mann der ein riesiges Kreuz auf
seinem Rücken tragend die Straße entlanglief. Später auf dem Weg
zum Fish River Canyon sahen wir dann eine Frau mit einem riesigen
Kreuz. Bei Okahandja hielten wir dann einmal an, um über den
Holzschnitzermarkt zu schlendern, der aus einer Reihe von kleinen
selbstgezimmerten Holz-/bzw. Wellblechhütten besteht. Viele der
Hütten verkaufen das selbe, aber wenn man genau hinschaut, findet
man immer wieder kleine Unterschiede. Insgesamt lohnt es sich auf
jeden Fall einmal kurz dort anzuhalten und sich die Sachen
anzuschauen. In Windhoek angekommen, holten wir dann, immer noch mit
dem viel zu kleinen Auto, die anderen drei Freiwilligen vom
Zeltverleih ab, quetschten uns alle in das Auto und fuhren zum
Autoverleiher der mir, nachdem ich dort angerufen hatte, bestätigte,
dass wir das Auto tauschen könnten. Glücklicherweise hat dann auch
alles in das neue Auto reingepasst. Am nächsten morgen ging es früh
um 8 Uhr los, da wir eine ca. 9 stündige Autofahrt vor uns hatten
und vor Sonnenuntergang das Tor erreichen mussten. Obwohl uns von
vorherigen Freiwilligen fast schon Horrorgeschichten über die
Gravelroad erzählt wurde, und wir keinen Geländewagen hatten, war
die Strecke nicht so schlimm wie befürchtet. Nachdem wir aus
Windhoek herausgefahren waren, folgten wir einer wirklich
schnurgeraden Straße bis runter in den Süden Namibias. Ich finde es
ja immer noch faszinierend wie gerade die Straßen hier alle gebaut
sind. Irgendwann tauchten am Straßenrand nur noch Büsche auf, keine
Bäume mehr, die Landschaft wurde weiter und es begegneten uns immer
weniger Autos, obwohl wir immer noch auf der Hauptstraße waren. Man
konnte manchmal bis zu einer Stunde fahren, bevor man das nächste
Auto sah.Am Horizont tauchten irgendwann die Berge auf und das letzte
Stück der Straße,die Gravelroad. Ohne Vorfälle errichten wir nach
einer am Ende etwas holprig werdenen Gravelroad den Campingplatz
Ai-Ais am südlichen Ende des Fish River Canyons. Wir hatten sogar
noch Zeit uns den Platz im Hellen anzusehen und unsere Zelte
aufzubauen. Es gab viele Feuerstellen und zwischendurch standen auch
immer wieder Bänke und Tische. Das einzige was nicht so gut war, war
dass es zu wenig Duschen gab, in jedem der ca. fünf
Toilettenhäuschen nämlich gerade mal eine. Zudem waren extrem viele
Familien mit Kindern da, weshalb ab 10 Uhr Nachtruhe war. Am nächsten
morgen wurden wir dann auch pünktlich bei Sonnenaufgang von lauten
Kindern und schepperndem Geschirr geweckt. Auch haben wir nach der
ersten Nacht Mittags das Restaurant ausprobiert, was zwar ok war, wir
aber vom aussehen her mehr erhofft hatten. Da das Camp in einem Tal
liegt, und es dort aufgrund der sich stauenden Hitze extrem warm
wird, wollten wir uns im großen Pool etwas Abkühlung
verschaffen.Der Pool war leider nicht wirklich erfrischend, da er
Badewannentemperatur besaß, weil er mit Hilfe der heißen Quellen
die dort vorhanden sind, geheizt wird. Die heißen Quellen selber
sind eher ernüchternd. Sie bestehen aus einem Brunnen in dem ein
kleines Rinnsal in ein Rohr fließt und einem Schild, das davor
warnt, das Wasser nicht zu berühren weil es heiß ist.
Gegen
Nachmittag sind wir dann zum anderen Camp am nördlichen Ende des
Fish River Canyons gefahren, um dort zwei weitere Nächte zu
verbringen. Auf dem Weg dorthin hielten wir, wir sind ja schließlich
Touristen, an um ein Foto mit dem Wegweiser zu machen, der zum
anderen Ende des Fish River Canyons führt. Plötzlich hielt ein
Geländewagen neben uns und wir dachten zuerst, dass die Jungs, die
alle nicht viel älter als wir waren und aus Südafrika kamen,
vielleicht dachten, dass wir eine Panne hätte. Dann holten sie aber
aus ihrem Kofferraum jede Menge Energydrinks heraus, drückten jedem
von uns einen in die Hand und meinten, sie wären von dem Energydrink
gesponsert und würden gerne eine Foto mit uns machen wie wir ihn
alle in der Hand halten. Ob das jetzt wirklich so stimmte, oder ob
das einfach nur eine Masche war ein Foto mit uns zu bekommen, wissen
wir nicht,aber auf jeden Fall war es eine coole Aktion und am Ende
haben wir auch noch Fotos ohne den Energydrink in der Hand gemacht.
Am anderen Campingplatz angekommen haben wir erst einmal unsere Zelte
augebaut. Auf diesem Platz hatte jede Campinstelle ihre eigene
Feuerstelle und sogar eine Lagerfeuerstelle. Ausßerdem gab es jede
Menge Bänke und Stühle überall. Das Camp war zwar kleiner aber
trotzdem nicht schlecht, allerdings gab es hier kein Restaurant. In
der ersten Nacht legten wir uns an den Pool und schauten uns den
Sternenhimmel an. Da der Platz so klein war, gab es kaum störende
Lichter und man konnte sogar die Milchstraße sehen.Allerdings wurde
um 23 Uhr der Generator abgestellt, und kein einziges Licht ging
mehr. Der komplette Platz war stockduster sogar in den Toiletten gab
es kein Licht mehr. Dort hatten sich allerdings vorher auf Grund des
Lichts jede Menge Heuschrecken gesammelt. Das war natürlich nicht so
toll, im Dunkeln mit jeder Menge Heuschrecken sich noch die Zähne zu
putzen. Am nächsten Tag sind wir zum 10 min entfernten View Point
des Fish River Canyons gefahren.Von dort aus hat man einen
wunderschönen Ausblick über den Canyon. Links und rechts verlaufen
zwei weitere Straßen die zu Aussichtspunkten führen. Die erste
haben wir nur zur Hälfte geschafft, da die Straße so schlecht war,
dass wir schon Angst um unser Auto hatten.Also stellten wir es in der
Mitte der Strecke auf einem Platz ab und liefen den Rest des Weges zu
Fuß. Am Ende der Straße musste man einem kleinem Fußweg folgen um
an den Rand des Canyons zu gelangen. Auch von dort hatte man einen
wunderschönen Blick über den Canyon. Der Fußweg hatte sich also
gelohnt. Die Straße zur anderen Seite hin haben wir dann gar nicht
erst versucht zu fahren, sondern sind sofort gelaufen. Am Ende
gelangte man zu dem Punkt, an dem die Wanderer in den Canyon
hinabsteigen.Dort trafen wir ein Ehepaar aus Windhoek die gerade auf
ihrem Heimweg von Kapstadt waren und noch einen Zwischenstopp am
Canyon einlegten. Diese luden uns auf ein Getränk in das 20 km
entfernte Roadhouse ein.Am Einstiegspunkt trafen wir auch ein
Rettungsteam an, welche eine Gruppe Wanderer wieder aus dem Canyon
herausholte.Die Frau des einen Wanderers war im Canyon umgekippt, und
ein Hubschrauber musste sie herausholen. Die anderen Wanderer waren
in guter Verfassung und konnten deshalb aus dem Canyon wieder
herauslaufen.Allerdings ist der Abstieg extrem steil und so waren sie
doch schon etwas geschafft als sie endlich oben ankamen. Die Wanderer
haben wir später am Roadhouse wiedergetroffen. Glücklicherweise hat
uns das Rettungsteam auf der Ladefläche ihres Landcruisers wieder
bis zum View Point mit zurückgenommen, sodass wir nicht zurück
laufen mussten. Danach sind wir zum Roadhouse gefahren um dort mit
dem netten Ehepaar etwas zu essen.Das Roadhouse ist wirklich einen
Besuch wert.Es besteht aus einem Hotel und einem Restaurant. In dem
Restaurant stehen überall wunderschöne alte Autos und viele
Kleinigkeiten aus den Zeiten, aus denen die Autos stammen. Nach einem
leckeren Essen fuhren wir wieder zurück zum Camp um uns ein wenig
auszuruhenn, bevor es wieder zurück zum Sonnenuntergang zum View
Point ging. Zwischendurch haben wir noch etwas Holz gesammelt, um
danach ein Lagerfeuer zu machen, was damit endete, das wir viele
Schrammen an den Beinen hatten, weil die meisten Äste Dornen
besaßen.Der Sonnenuntergang am Canyon war wunderschön. Der ganz
Himmel war orangerot gefärbt und tauchte auch den Canyon in ein
wunderschönes rötliches Licht.
Als wir wieder am Camp waren,
wollten wir Nudeln kochen, was sich als schwieriger als gedacht
herausstellte, da das Wasser über dem Feuer einfach nicht kochen
wollte.Nach langem warten schmissen wir die Nudeln einfach in das
mehr oder weniger heiße Wasser, in der Hoffnung es würde vielleicht
funktionieren. Natürlich, wen wundert das, hat es nicht funktioniert
und die Nudeln weichten eher auf. Mit viel Soße haben sie zwar dann
immer noch nicht so gut geschmeckt, aber man konnte sie wenigstens
halbwegs essen. Auch unser Lagerfeuer funktionierte nur mehr oder
weniger gut. Die ersten Äste brannten gut,doch gegen Ende hatten wir
leider einen Ast der gar nicht brannte. Trotzdem hatten wir fast eine
gute Stunde lang ein schönes Feuer. Das Licht ging dann plötzlich
auch einfach früher aus, weshalb wir beschlossen, schlafen zu gehen
um am nächsten Tag früh den Rückweg nach Windhoek anzutreten.Wir
sind dann wieder früh aufgestanden weil wir wieder eine lange
Strecke vor uns hatten. Diesmal nahmen wir einen anderen Weg, also
andere Gravelroad. Wir fuhren von unserem Camp nach Norden, bis wir
wieder auf der Hauptstraße waren. Auch diese Gravelroad war nicht so
schlimm wie erwartet, nur der letzte Teil kurz vor der Hauptstraße
war extrem schlecht. Sonst gab es aber auf dem Rückweg nach Windhoek
keine weiteren Zwischenfälle. In Windhoek angekommen blieben Larissa
und ich noch eine Nacht bei den anderen Freiwilligen, denn am
nächsten Tag sollte schon unsere Reise nach Kapstadt beginnen.
Abonnieren
Posts (Atom)



